Mensch wild drauf los geschrieben erbitte feedback!
von Chicago aus der Kategorie Sonstige Texte
und wurde am 10.03.2011 um 20:59:00 eingetragen.
Was bedeutet es Mensch zu sein? Sich einer Reihe gesellschaftlicher Grundprinzipien und Grenzen unterzuordnen? Sich zu bemühen in der eigenen moralischen Korrektheit zu handeln? Lebt jeder Mensch nach seinen eigenen Vorstellungen oder nur in jenen, die durch die Gesellschaft gesetzt sind? Selbstverwirklichung = Leben? Aber was ist Leben? Wie Clueso so schön singt, die kleinen unkomplizierten, schönen Momente die man so schnell vergisst? Ist das Ganze so einfach zu klären? Und wie soll man etwas erklären, das jeden betrifft und scheinbar doch keiner zu wissen scheint? Rein gesellschaftswissenschaftlich lässt sich wohl sagen, das es tatsächlich so ist, das wir von der Gesellschaft abhängig und in eine gewisse Form gedrückt werden, sprich das wir gesellschaftliche Grenzen haben die uns bei verschiedenen Dingen wie der Selbstentfaltung oder der persönlichen Moralvorstellung einschränken, somit ist eine freie Entfaltung gar nicht möglich was ein ziemliches Manko unserer Gesellschaft darstellt. Wenn ich in einem Café sitze und mich umschaue sehe ich, das die meisten Menschen unzufrieden sind, man erkennt das sofort an der Ausstrahlung einer Person, an der Art wie sich gibt. Bloß könnte ich nicht mal sagen das ich glücklich bin, es ist nicht so das ich es nicht einschätzen könnte aber es ist so, das ich mir ein solches Urteil über mich selbst nicht geben möchte. Ich weiß nicht ob es richtig ist was ich tue, ob es gut ist was ich mache und ob ich damit an meine Ziele komme. Aber zwischen allen Problemen - Beziehungsaus, Schulstress, Ungewissheit, Zweifel - gibt es doch Momente in denen ich mir wieder bewußt werde, wie gut es eigentlich tut sie zu leben. Ich denke das ist das wahre Leben. Sich bewußt darüber zu sein, das es gut ist und Momente zu genießen von denen man weiß das andere Ereignisse einen genau zu diesem Punkt brachten, ob Gute oder Schlechte. Ist es also vermessen über andere Leute ein solches Urteil zu fällen, nur weil ich Eine von vielen Antworten auf die ganzen Fragen die ich habe, fand. Ich weiß nur das ich nichts weiß. Aber ich bin mir sicher das es stimmt, ich sehe allein-erziehende Mütter die in einem Moment mit ihren Kindern das Glück finden oder, und das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, wenn man Morgens neben seinem Partner aufwacht und ihm einfach nur beim Schlafen zuschaut. Es sind meistens die kleinen Momente die das Leben ausmachen, die Erfahrungen die wir sammeln und die Schmerzen die wir leiden. Das Alles bringt uns an die Schlüsselpunkte in unserem menschlichen Dasein - die Regelschule abschließen, das Abitur schaffen, die Lehre schaffen, das Studium schaffen, den Partner fürs Leben finden, Kinder, Großeltern zu werden und das Alter zu genießen. Ich würde sagen das es die kurzatmige Langfristigkeit ist die das Leben so erfüllt macht.